In La Chaux-de-Fonds in einer Musikerfamilie geboren, studiert François Pantillon zuerst mit seinem Vater, der ihn zum Diplom SSPM führt. Darauf wird er am Conservatoire Royal de Bruxelles von grossen Meistern unterrichtet und gewinnt mehrere erste Preise, insbesondere für Violine und unterschiedliche Kompositionszweige. Nachdem er das Orchestre National de Belgique dirigiert hat, erhält er das Diplom eines Orchesterdirigenten. Als Ergänzung seiner Ausbildung besucht er Meisterkurse in Siena, Hilversum und Luzern, wo ihn Herbert von Karajan als Konzertmeister engagiert und ihn zum Dirigieren ermutigt.

Von 1965 an dirigiert er die grossen Oratorienchöre von Bern, Biel und Neuchâtel. Er gründet mit dem Konzertchor Pro Arte die Tradition der Totentag-Konzerte im Berner Münster und die des Requiems von Hector Berlioz mit einem riesen Chor und fünf Orchestern alle zehn Jahre, ein Höhepunkt im Kulturleben der Hauptstadt.

Das Berner Vokalensemble wird unter seiner Leitung zu einem der besten Kammerchöre der Schweiz und nimmt an verschiedenen internationalen Festivals teil (Paris, Las Palmas, Bach-Festival Madrid, Città di Castello, Wratislavia Cantans, Wroclaw, usw.). 1981 erringt das Ensemble den ersten Preis an den Rencontres Internationales de Montreux.

1970 gründet er das Kammerorchester ,,Cappella Bernensis", welches bald zu internationalem Ruf gelangt. Von 1972 bis 1997 vertraut ihm das Thuner Stadtorchester das Amt des Chefdirigenten an. Er wird mit diesem Orchester mehr als zweihundert Konzerte aufführen, oft mit grossen Solisten, und es zu einem der besten halbprofessionellen Orchester der Schweiz heranbilden. 1979 verleiht ihm der Kanton Bern den Musikpreis. In dieser Periode wird er auch von ausländischen Orchestern in ganz Europa als Gastdirigent eingeladen, so dirigiert er während mehr als zwanzig Jahren in Polen jedes Jahr Philharmonie-Konzerte. Auch hat er das Privilege, in London in der Royal Festival Hall das Royal Philharmonic Orchestra und die New Philharmonia zu leiten.

Seit seiner Jugend schreibt François Pantillon viel und erhält dafür mehrere Preise. Mit dem unmittelbaren Erfolg von CLAMEURS DU MONDE 1986 bestätigt sich seine Berufung zum Komponisten. Das Werk wird bald darauf von der TV Suisse Romande ausgestrahlt und Professor Dr. Kurt Pahlen nimmt es in seine Enzyklopädie ,,Oratorien der Welt" auf. Die internationale Anerkennung folgt 1989 mit der Auszeichnung ,,Gold" am Festival ,,Wratislavia Cantans" in Wroclaw (Polen).

1991 wird das Oratorium im Rahmen der Klubhauskonzerte von Zürich auf einer Tournee in den fünf grössten Städten der Schweiz aufgeführt mit dem Chor und Orchester der Slowakischen Philharmonie unter der Leitung von Oliver Dohnanyi und mit der Sopranistin Barbara Hendricks. Fünfzehn Jahre später wird das Werk regelmässig in Radiosendungen von ungefähr zwanzig Ländern wiedergegeben.

1991 inszeniert das Stadttheater Bern François Pantillons Oper DIE RICHTERIN und gibt, angesichts des Erfolges beim Publikum, elf Vorstellungen. Als weitere Werke folgen das WEIHNACHTSORATORIUM BETHLEHEM, 1995 uraufgeführt mit dem Konzertchor Pro Arte und dem Berner Vokalensemble und 1997 in Rom wieder aufgeführt. Es folgen die SINFONIETTA „IMAGINAIRE COULEUR DE CIEL“, gespielt an den Abonnementskonzerten des Berner Symphonieorchesters unter der Leitung von Dmitrij Kitajenko. Folgt das TE DEUM 2000, uraufgeführt im Berner Münster mit dem Konzertchor Pro Arte und dem Berner Symphonieorchester unter der Leitung des Komponisten. Im Dezember 2002 gibt die Philharmonie von St-Petersburg unter der Leitung von Alexander Dmitrijev die Uraufführung des symphonischen Gedichtes HOREB, und 2003 bestellen das Berner Symphonieorchester und sein Chefdirigent Dmitrij Kitajenko für ihr Openair-Konzert auf dem Münsterplatz das Werk OUVERTURE 303.

Mit der Uraufführung seines neusten Werks, dem für die AOG Thun 2006 komponierten VIOLINKONZERT „LA CLAIRIERE“, startet François Pantillon 2007 zusammen mit dem hervorragenden Violinisten Alexandre Dubach eine Serie von sechs Konzertaufführungen, zuerst in Thun mit dem Thuner Stadtorchester, dann in Biel, Düdingen bei Freiburg und in La-Chaux-de-Fonds. Auch der Dirigent Théo Loosli wird das Werk mit dem Orchestre Symphonique de Neuchâtel und dem gleichen Solisten in drei Konzerten aufführen(2007 -2008).

Zurzeit legt François Pantillon letzte Hand an ein Konzert für Orgel und Orchester, welches Alexander Dmitrijev, der Leiter der Philharmonie von St-Petersburg, nach dem Erfolg der Première von Horeb ihm in Auftrag gegeben hat.

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